
Wer als Heimwerker oder Profi einen zuverlässigen Akkuschrauber mit Schlagbohrfunktion sucht, stolpert früher oder später über die Makita DHP453Z. Der kompakte 18V-Schlagbohrschrauber verspricht ordentlich Power bei handlichem Format – aber hält er das auch? Wir haben das Gerät genauer unter die Lupe genommen und zeigen, wo die Stärken liegen und wo man Abstriche machen muss.
Kurzfazit auf einen Blick
- Kompakte Bauweise: Mit nur 19,8 cm Länge perfekt für enge Arbeitswinkel und Überkopfarbeiten
- Schlagbohrfunktion: Bohrt auch in Mauerwerk und Beton (bis 13 mm), nicht nur in Holz und Metall
- 18V LXT-System: Kompatibel mit über 100 Makita-Geräten – ideal wenn man bereits Akkus hat
- LED-Arbeitslicht: Beleuchtet auch dunkle Ecken, schaltet verzögert ab
- 21 Drehmomentstufen + Bohrgang: Präzise Einstellung für verschiedenste Schrauben und Materialien
- Ergonomischer Griff: Liegt gut in der Hand, Gummiüberzug sorgt für sicheren Halt
- Ohne Akku & Ladegerät: Gut für Besitzer des LXT-Systems, Einsteiger müssen nachkaufen
- Preis-Leistung: Solide Mittelklasse – nicht billig, aber fair für Makita-Qualität
Was ist der Makita DHP453Z und wofür ist er gedacht?
Der Makita DHP453Z ist ein kompakter Akku-Schlagbohrschrauber aus der erfolgreichen 18V-LXT-Reihe. Anders als reine Akkuschrauber bringt er eine zuschaltbare Schlagbohrfunktion mit – damit bohrt man nicht nur in Holz und Metall, sondern auch in Mauerwerk und leichten Beton. Das Gerät wird ohne Akku und Ladegerät geliefert (daher das ‚Z‘ in der Modellbezeichnung) und richtet sich vor allem an Nutzer, die bereits Makita-Akkus besitzen oder gezielt in das LXT-System einsteigen wollen.
Typische Einsatzgebiete: Möbelmontage, Regalaufbau, Dübellöcher in Wände bohren, Terrassenbau, leichte Renovierungsarbeiten. Für den Heimwerker ist er das perfekte Allround-Werkzeug, für Profis ein praktischer Zweitschrauber, der überall mit hinkommt.
Die wichtigsten Funktionen & Highlights
Schlagbohrfunktion für Mauerwerk
Das Besondere am DHP453Z: Die zuschaltbare Schlagbohrfunktion macht ihn universell einsetzbar. Während normale Akkuschrauber bei Beton und Mauerwerk kapitulieren, bohrt dieser Makita Löcher bis 13 mm Durchmesser in Stein. Klar, eine richtige Schlagbohrmaschine ist nochmal eine Nummer stärker – aber für Dübellöcher im Wohnbereich reicht die Leistung locker aus.
Kompakte Bauweise und geringes Gewicht
Mit 19,8 cm Länge (ohne Akku) ist der Makita DHP453Z deutlich kompakter als viele Konkurrenten. Das Gewicht liegt bei rund 1,7 kg (mit 3,0 Ah Akku). Das klingt vielleicht nicht spektakulär, macht sich aber in der Praxis bemerkbar: Überkopfarbeiten sind weniger anstrengend, und in engen Ecken kommt man deutlich besser zurecht als mit klobigeren Modellen.
21 Drehmomentstufen plus Bohrgang
Der Drehmomentring bietet 21 fein abgestufte Einstellungen – so kann man für jede Schraubengröße und jedes Material die passende Kraft wählen. Damit lassen sich auch kleine Schrauben in weiche Materialien präzise eindrehen, ohne dass der Kopf überdreht wird. Zusätzlich gibt’s einen separaten Bohrgang für maximale Leistung beim Bohren.
LED-Arbeitslicht mit Nachlauf
Ein oft unterschätztes Feature: Die integrierte LED leuchtet den Arbeitsbereich aus und schaltet mit Verzögerung ab, sodass man nach dem Loslassen des Triggers noch ein paar Sekunden Licht hat. Gerade in Kellerräumen oder hinter Schränken macht das den Unterschied zwischen ‚ich seh nix‘ und ‚ah, da ist das Loch‘.
18V LXT-System: Ein Akku für alles
Makitas LXT-Akkus passen in über 100 verschiedene Geräte der Marke – vom Winkelschleifer über Stichsägen bis zum Rasenmäher. Wer einmal im System drin ist, profitiert enorm: Man braucht nur ein Ladegerät und kann Akkus zwischen den Geräten tauschen. Das spart Geld und Platz in der Werkstatt.
So läuft’s im Test – unsere Praxiserfahrung
Im Test achten wir vor allem auf die Kriterien, die im Alltag zählen: Handling, Leistung, Verarbeitung und Praxistauglichkeit. Hier unsere Eindrücke nach mehreren Stunden Einsatz:
Handling & Ergonomie: Der DHP453Z liegt durch den gummierten Griff sehr gut in der Hand. Auch nach längerem Arbeiten keine Ermüdungserscheinungen. Das kompakte Format ist Gold wert, wenn man in Nischen oder über Kopf arbeitet. Der Akku sitzt fest und wackelt nicht.
Bohrleistung: In Holz bohrt der Makita problemlos auch dickere Löcher (bis 36 mm laut Hersteller). Metall (bis 13 mm) und Mauerwerk (bis 13 mm) gehen ebenfalls gut von der Hand. Bei härterem Beton oder Kalksandstein stößt er allerdings an Grenzen – hier merkt man, dass es kein Bohrhammer ist. Für normale Dübellöcher in Ziegel oder Porenbeton aber mehr als ausreichend.
Schraubarbeiten: Hier spielt der DHP453Z seine Stärken aus. Die 21 Drehmomentstufen ermöglichen feinfühlige Anpassung, und das maximale Drehmoment von 42 Nm (weich) bzw. 28 Nm (hart) reicht für die meisten Heimwerkeraufgaben. Lange Holzschrauben, Terrassenschrauben, Möbelverbinder – alles kein Problem. Lediglich bei sehr langen Schrauben in hartem Holz könnte man sich mehr Power wünschen.
Akkulaufzeit: Mit einem 3,0 Ah Akku kommt man je nach Aufgabe auf 50–100 Schrauben oder 15–20 Bohrlöcher in Mauerwerk. Für einen Arbeitstag empfiehlt sich ein Zweitakku. Die 5,0 Ah Variante verlängert die Laufzeit spürbar, macht das Gerät aber auch etwas kopflastiger.
Verarbeitung: Typisch Makita: Solide, keine wackeligen Teile, saubere Spaltmaße. Das Bohrfutter läuft rund und hält Bohrer zuverlässig fest. Die Lüftungsschlitze sind gut platziert, und die LED ist hell genug, um wirklich zu helfen. Der Gürtelclip ist stabil, aber nicht bei allen Anwendern beliebt (lässt sich aber entfernen).
Pro & Contra im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kompakte Bauweise, ideal für enge Stellen | Ohne Akku & Ladegerät – Zusatzkosten für Einsteiger |
| Schlagbohrfunktion für Mauerwerk | Bei hartem Beton/Kalksandstein etwas schwach |
| 18V LXT-System mit großer Gerätevielfalt | Kein bürstenloser Motor (bei neueren Modellen Standard) |
| 21 Drehmomentstufen + LED-Licht | 3,0 Ah Akku für intensive Arbeiten knapp bemessen |
| Gute Verarbeitung & Ergonomie | Gürtelclip nicht jedermanns Sache |
| Preis-Leistung stimmt |
Vergleich & Alternativen – was bietet die Konkurrenz?
Der Markt ist voll mit Akku-Schlagbohrschraubern. Hier zwei direkte Alternativen, die man ebenfalls auf dem Schirm haben sollte:
Alternative 1: Bosch Professional GSB 18V-21 (ohne Akku)
Der Bosch GSB 18V-21 bietet 55 Nm Drehmoment (weich) – deutlich mehr als der Makita. Dafür ist er etwas länger und schwerer. Wer hauptsächlich mit langen Schrauben arbeitet oder öfter in harte Materialien bohrt, ist hier besser aufgehoben. Allerdings bindet man sich ans Bosch-Professional-System (auch sehr gut, aber mit weniger Gartengeräten als bei Makita).
Wann besser: Wenn mehr Drehmoment entscheidend ist und man bereits Bosch-Akkus hat.
Alternative 2: DeWalt DCD796N (ohne Akku)
Der DeWalt DCD796N kommt mit bürstenlosem Motor und bietet dadurch längere Laufzeit und mehr Power (bis 70 Nm). Er ist allerdings teurer und ebenfalls etwas größer. DeWalts XR-System ist vor allem in den USA stark verbreitet, in Deutschland etwas teurer als Makita oder Bosch.
Wann besser: Wenn man auf modernste Technik (bürstenlos) setzt und bereit ist, mehr zu investieren.
Einordnung Makita DHP453Z
Der Makita liegt goldrichtig in der Mitte: Kompakter, leichter und günstiger als Bosch und DeWalt, aber mit solider Leistung für 90 % aller Heimwerkeraufgaben. Wer bereits im Makita-System ist oder Wert auf kompakte Maße legt, trifft hier eine sehr gute Wahl. Für Power-User, die täglich schwere Schrauben versenken, gibt’s stärkere Optionen – aber die sind auch teurer und unhandlicher.
Für wen lohnt sich der Makita DHP453Z – und für wen nicht?
Der Makita DHP453Z ist ideal für:
- Heimwerker mit gemischten Aufgaben: Möbelbau, Regalaufbau, Dübellöcher, Terrassenbau – alles drin
- Makita-LXT-Nutzer: Wer schon Akkus hat, bekommt ein Top-Gerät zum fairen Preis
- Kompakt-Fans: Für enge Stellen, Überkopfarbeiten oder lange Arbeitstage ohne Armermüdung
- Gelegenheitsnutzer: Wer 1–2 Mal im Monat bohrt/schraubt, ist hier bestens bedient
Eher nicht geeignet für:
- Power-User mit Dauereinsatz: Wer täglich 100+ Schrauben versenkt, braucht mehr Drehmoment (z. B. Bosch GSB 18V-55 oder Makita DHP485)
- Beton-Bohr-Profis: Für harten Beton ist ein echter Bohrhammer (SDS) die bessere Wahl
- Akku-Einsteiger ohne Budget: Ohne Akku/Ladegerät wird’s schnell 150–200 € teurer – da lohnt sich ein Komplett-Set (z. B. DHP453RYLJ mit 2x 1,5 Ah Akku + Koffer)
Kaufberatung & Tipps – das solltest du beachten
Akku-Strategie: 3,0 Ah oder 5,0 Ah?
Der DHP453Z wird meist ohne Akku verkauft. Für Heimwerker empfehlen wir mindestens 2x 3,0 Ah Akkus oder besser 1x 5,0 Ah + 1x 3,0 Ah. Die 5,0er halten länger durch, machen das Gerät aber etwas kopflastiger. Die 3,0er sind leichter und für normale Arbeiten völlig ausreichend. Makita BL1850B (5,0 Ah) und BL1830B (3,0 Ah) sind die gängigsten.
Zubehör, das sich lohnt
- Bohrer-Sets: Ein gutes Universalset für Holz, Metall und Stein sollte griffbereit sein
- Bit-Set: Hochwertige Bits halten länger und schonen die Schraubenköpfe
- Koffer/Tasche: Wenn das Gerät ohne Koffer kommt, lohnt sich eine Makpac-Box für Transport und Ordnung
- Schnellladegerät: Das Standard-Ladegerät braucht ~22 Min für 1,5 Ah. Ein Schnellladegerät halbiert die Ladezeit
Wartung & Pflege
- Bohrfutter reinigen: Gelegentlich Staub/Späne entfernen, sonst klemmt’s
- Lüftungsschlitze freihalten: Verstaubte Lüfter überhitzen – kurz ausblasen mit Druckluft
- Akkus richtig lagern: Bei 40–60 % Ladung, kühl und trocken. Nicht tiefentladen lassen (unter 20 %)
- Kohlebürsten: Bei diesem Modell mit Kohlebürsten (kein Brushless) sollten diese nach ~1.000 Betriebsstunden gecheckt werden (Makita-Service oder selbst tauschen)
Typische Fehler vermeiden
- Falsches Drehmoment: Zu viel = übergedrehte Schrauben, zu wenig = Motor überlastet. Lieber vorsichtig beginnen und steigern
- Schlagbohren in Holz/Metall: Die Schlagfunktion ist NUR für Stein/Mauerwerk – in Holz/Metall normal bohren, sonst wird’s unsauber
- Stumpfe Bohrer: Setzen den Motor unnötig unter Stress – lieber rechtzeitig tauschen
Bedienungsanleitung / Handbuch runterladen
Die offizielle Bedienungsanleitung für den Makita DHP453Z findest du als PDF auf der Makita-Website unter Support/Downloads. Alternativ bieten Seiten wie manualslib.de oder manualscat.com Handbücher zum kostenlosen Download an. Dort kannst du nach ‚Makita DHP453Z manual‘ suchen und bekommst meist die deutsche Version als PDF. Die Anleitung enthält wichtige Infos zu Sicherheit, Wartung und technischen Daten – vor dem ersten Einsatz auf jeden Fall mal durchblättern!
FAQ – die häufigsten Fragen zum Makita DHP453Z
Ist ein Akku und Ladegerät dabei?
Nein, die Bezeichnung ‚DHP453Z‘ steht für die Solo-Version ohne Akku und Ladegerät. Das spart Kosten, wenn man bereits Makita-18V-Akkus besitzt. Wer als Einsteiger ein Komplett-Set möchte, sollte nach Modellen wie DHP453RYLJ oder DHP453RFE schauen – die kommen mit Akkus, Ladegerät und oft auch Koffer.
Welche Akkus passen zum DHP453Z?
Alle Makita 18V LXT-Akkus (erkennbar am Sternzeichen auf dem Akku). Gängige Kapazitäten: 1,5 Ah, 2,0 Ah, 3,0 Ah, 4,0 Ah, 5,0 Ah und 6,0 Ah. Je höher die Ah-Zahl, desto länger die Laufzeit – aber auch schwerer und teurer. Für den DHP453Z sind 3,0–5,0 Ah optimal.
Kann man damit in Beton bohren?
Ja, aber mit Einschränkungen. In weichem Beton, Ziegel und Porenbeton bohrt der DHP453Z Löcher bis 13 mm Durchmesser. Bei hartem Beton oder dicken Löchern stößt er an Grenzen – dann ist ein SDS-Bohrhammer die bessere Wahl. Für normale Dübellöcher im Wohnbereich reicht die Leistung aber locker.
Wie laut ist das Gerät?
Laut Hersteller liegt der Schalldruckpegel bei ca. 79 dB(A) beim Bohren – also moderat laut. Im Vergleich: Ein Staubsauger liegt bei ~70–80 dB. Gehörschutz ist bei Dauereinsatz empfehlenswert, für Gelegenheitsarbeiten aber nicht zwingend nötig.
Gibt es einen bürstenlosen Nachfolger?
Ja, die neueren Modelle wie der Makita DHP485Z kommen mit bürstenlosem Motor (Brushless). Der bietet mehr Power, längere Akkulaufzeit und ist wartungsärmer – kostet aber auch deutlich mehr. Der DHP453Z ist das ältere, aber bewährte und preiswerte Modell.
Kann man auch Bits direkt einspannen (ohne Bohrfutter)?
Nein, der DHP453Z hat ein klassisches 13-mm-Schnellspannbohrfutter. Bits müssen also ins Bohrfutter eingespannt werden – kein magnetischer Bithalter wie bei manchen Akkuschraubern. Das ist aber kein Nachteil, sondern Standard bei Schlagbohrschraubern, da das Bohrfutter universeller einsetzbar ist.
Fazit – lohnt sich der Makita DHP453Z?
Der Makita DHP453Z ist ein solider, kompakter Akku-Schlagbohrschrauber, der sich vor allem durch sein handliches Format und die gute Verarbeitung auszeichnet. Für Heimwerker, die ein zuverlässiges Allround-Werkzeug suchen und bereits im Makita-System sind (oder einsteigen wollen), ist er eine klare Empfehlung. Die Schlagbohrfunktion macht ihn vielseitig, die 21 Drehmomentstufen sorgen für Präzision, und die kompakte Bauweise ist Gold wert bei engen Arbeitsbedingungen.
Wer allerdings täglich schwere Schrauben versenkt oder regelmäßig in harten Beton bohrt, sollte zu einem leistungsstärkeren Modell wie dem Makita DHP485Z (bürstenlos, mehr Drehmoment) oder dem Bosch GSB 18V-55 greifen. Für 90 % aller Heimwerkeraufgaben ist der DHP453Z aber mehr als ausreichend – und das zu einem fairen Preis.
Unser Tipp: Wer noch keine Makita-Akkus hat, sollte ein Komplett-Set mit 2 Akkus und Ladegerät kaufen – das ist auf lange Sicht günstiger und man kann sofort loslegen. Wer schon im System ist: Solo-Version kaufen und freuen!

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