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Makita DHP486Z im Test – Kompakter 18V-Schlagbohrschrauber für Profis und ambitionierte Heimwerker

Wer regelmäßig bohrt und schraubt, kennt das Problem: Entweder man hat ein Leichtgewicht ohne Power oder einen Kraftprotz, der nach zwei Stunden Überkopfarbeiten jeden Arm lahmlegt. Der Makita DHP486Z verspricht die goldene Mitte – kompakt, bürstenlos, und mit 54 Nm ordentlich Drehmoment am Start. Ob der 18V-Schlagbohrschrauber hält, was Makita verspricht, schauen wir uns jetzt genauer an.

⚡ Kurzfazit auf einen Blick

  • Bürstenloser Motor: Mehr Laufzeit, weniger Wartung, längere Lebensdauer
  • Kompakt & leicht: Nur 187 mm Länge, ideal für enge Stellen und Überkopfarbeiten
  • 54 Nm Drehmoment: Reicht für die meisten Bohr- und Schraubarbeiten im Holz- und Metallbau
  • 21+3 Drehmomentstufen: Präzise Anpassung von filigranen Schrauben bis zum Hartholzbohren
  • 2-Gang-Getriebe: Flexibel zwischen Geschwindigkeit (0-2.000 U/min) und Kraft wechseln
  • LED-Arbeitslicht: Praktisch bei schlechten Lichtverhältnissen, leuchtet auch noch nach dem Loslassen des Triggers
  • Body-Only: Akku und Ladegerät müssen separat besorgt werden – Vorteil für alle, die schon im Makita 18V-System sind
  • Robustes Metallgetriebe: Hält auch auf der Baustelle einiges aus

Was ist der Makita DHP486Z und wofür ist er gedacht?

Der Makita DHP486Z ist ein 18V-Akku-Schlagbohrschrauber mit bürstenlosem Motor und wird im Body-Only-Format (also ohne Akku und Ladegerät) angeboten. Das macht ihn besonders interessant für alle, die bereits andere Makita 18V-Geräte besitzen und die LXT-Akkus wiederverwenden wollen. Mit 54 Nm Drehmoment liegt er im soliden Mittelfeld – nicht die absolute Oberklasse, aber für Holz, Metall, leichte Betonarbeiten (mit Schlagfunktion) und natürlich fürs Schrauben mehr als ausreichend.

Typische Einsatzgebiete:

  • Möbelmontage und Innenausbau
  • Trockenbau (Gipskartonplatten verschrauben)
  • Holzbau (Terrassen, Carports, Zäune)
  • Leichte Metallarbeiten
  • Gelegentliches Bohren in Beton/Mauerwerk (mit Schlagfunktion, aber kein Ersatz für einen SDS-Bohrhammer)

Die wichtigsten Funktionen & Highlights

Bürstenloser Motor (BL)

Der bürstenlose Motor ist heute Standard in der gehobenen Akku-Werkzeug-Klasse – und das aus gutem Grund. Keine Kohlebürsten bedeuten: weniger Verschleiß, weniger Wartung, höhere Effizienz. In der Praxis heißt das: Du holst aus demselben Akku mehr Schrauben raus, und der Motor hält einfach länger. Gerade bei häufigem Einsatz ein echter Pluspunkt.

Kompakte Bauweise (187 mm)

Mit nur 187 mm Länge (ohne Akku) gehört der DHP486Z zu den kompakteren Schlagbohrschraubern in der 18V-Klasse. Das merkst du vor allem beim Arbeiten in engen Ecken, beim Schrauben zwischen Dachsparren oder bei Überkopfarbeiten. Weniger Hebelarm = weniger Ermüdung, vor allem nach einem langen Arbeitstag.

21+3 Drehmomentstufen + 2-Gang-Getriebe

Die 21 Drehmomentstufen plus 3 separate Schlagbohrstufen sorgen dafür, dass du für jede Schraube und jedes Material die richtige Einstellung findest. Du willst filigrane 3×20er-Schrauben in Fichte setzen? Stufe 3 oder 4. Du willst 8×120er-Holzbauschrauben in Eiche jagen? Stufe 18–21. Das 2-Gang-Getriebe ergänzt das Ganze: Gang 1 (0–600 U/min) für maximales Drehmoment, Gang 2 (0–2.000 U/min) für schnelles Bohren in Holz oder Metall.

Schlagbohrfunktion

Für gelegentliche Löcher in Beton oder Mauerwerk ist die Schlagfunktion praktisch. Sie versetzt dem Bohrer zusätzlich axiale Schläge, was das Eindringen in harte Materialien erleichtert. Achtung: Das ist kein Ersatz für einen SDS-Bohrhammer! Für ein paar Dübellöcher in der Wand völlig okay, für größere Bohrungen in Beton solltest du ein echtes Schlagbohrwerkzeug nehmen.

LED-Arbeitslicht

Ein kleines, aber feines Detail: Das integrierte LED-Licht leuchtet die Arbeitsstelle aus. Und das Beste: Es bleibt noch ein paar Sekunden an, nachdem du den Trigger losgelassen hast. Super praktisch, wenn du in dunklen Ecken, unter Waschbecken oder in schlecht beleuchteten Kellern arbeitest.

Robustes Vollmetallgetriebe

Makita verbaut ein Metallgetriebe, das auch bei häufigem Einsatz und hohen Belastungen standhält. Das ist ein Unterschied zu manchen Baumarkt-Geräten, bei denen Kunststoffzahnräder nach ein paar Jahren anfangen zu knirschen.

So läuft’s im Test – Praxis & Handling

Im Test achten wir darauf, wie sich der DHP486Z im echten Alltag schlägt – beim Verschrauben von Terrassendielen, beim Bohren in Beton und beim stundenlangen Trockenbau. Hier unsere Eindrücke:

Schrauben: Schnell und präzise

Mit einem 4,0-Ah-Akku bestückt, verschraubt der DHP486Z locker 200–300 Holzbauschrauben (5×60 mm) in weichem bis mittelhartem Holz, bevor der Akku leer ist. Die Drehmomenteinstellung funktioniert sauber: Bei Stufe 10 rutscht die Kupplung zuverlässig durch, sobald die Schraube bündig sitzt. Das verhindert Überdrehen und schont das Material. Unser Eindruck: Für Holzbau, Möbelmontage und Innenausbau ist der DHP486Z ein echter Allrounder.

Bohren in Holz & Metall

Im 2. Gang (2.000 U/min) bohrt der DHP486Z flott durch Holz (bis 36 mm laut Hersteller) und Metall (bis 13 mm). Ein 10-mm-Loch in 3-mm-Stahlblech dauert keine 10 Sekunden, ein 20-mm-Forstnerbohrer in Fichte läuft sauber durch. Die kompakte Bauweise macht sich hier bezahlt: Selbst bei einhändigem Bohren (nicht empfohlen, aber manchmal nötig) bleibt das Gerät gut kontrollierbar.

Schlagbohren in Beton

Für ein paar Dübellöcher (6 oder 8 mm) in Ziegelwänden oder leichtem Beton ist der Schlagbohrer-Modus ausreichend. Ein 8×80-mm-Loch dauert etwa 20–30 Sekunden – nicht spektakulär schnell, aber machbar. Bei härterem Beton (z. B. Stahlbeton) oder vielen Löchern stößt der DHP486Z an seine Grenzen. Laut Hersteller sind bis 13 mm Betonbohrungen möglich, aber in der Praxis empfehlen wir: Ab 5 Löchern oder Durchmessern über 10 mm lieber zum SDS-Bohrhammer greifen.

Akkulaufzeit & Ladezeit

Mit einem 5,0-Ah-Akku (z. B. BL1850B) hält der DHP486Z locker einen halben Arbeitstag durch, wenn du abwechselnd bohrst und schraubst. Ein 3,0-Ah-Akku reicht für kleinere Projekte (Möbelaufbau, ein paar Regale), ist aber bei intensivem Einsatz schnell leer. Tipp: Immer einen Zweitakku parat haben, dann gibt’s keine Zwangspausen.

Ergonomie & Gewicht

Mit Akku wiegt der DHP486Z etwa 1,7 kg (abhängig vom Akku). Das ist angenehm leicht, selbst nach Stunden spürst du keine extremen Ermüdungserscheinungen. Der gummierte Griff liegt gut in der Hand, und die Maschine ist ausbalanciert – kein Kopflastigkeit, kein Wackeln. Für Überkopfarbeiten (z. B. Deckenverkleidungen) ein echter Segen.

Pro & Contra im Überblick

Vorteile (Pro) Nachteile (Contra)
✅ Bürstenloser Motor (effizient, langlebig) ❌ Body-Only: Akku & Ladegerät nicht enthalten (Zusatzkosten für Neulinge)
✅ Sehr kompakt (187 mm) – ideal für enge Stellen ❌ Schlagbohrfunktion nur für leichte Betonarbeiten geeignet
✅ 54 Nm Drehmoment – ausreichend für die meisten Heimwerker-Aufgaben ❌ Kein Schnellspannbohrfutter (klassisches Zahnkranzfutter, braucht Bohrfutterschlüssel)
✅ 21+3 Drehmomentstufen für präzises Arbeiten ❌ Für Profi-Anwendungen mit extremen Belastungen gibt’s stärkere Modelle
✅ Robustes Metallgetriebe ❌ Gewicht steigt mit größeren Akkus (5,0 Ah) merklich
✅ LED-Arbeitslicht (Nachleuchtfunktion)
✅ Kompatibel mit allen Makita 18V LXT-Akkus

Vergleich & Alternativen – wann lohnt sich was?

Makita DHP485 vs. DHP486Z

Der DHP485 ist das Vorgängermodell mit Kohlebürsten-Motor. Er ist meist etwas günstiger, hat aber keinen bürstenlosen Motor. Das heißt: geringere Effizienz, kürzere Akkulaufzeit, mehr Wartung. Wenn du den DHP486Z zum ähnlichen Preis bekommst, nimm den neueren – die paar Euro Aufpreis lohnen sich.

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Bosch GSB 18V-55 Professional

Der Bosch GSB 18V-55 bietet 55 Nm Drehmoment (marginal mehr) und ist ähnlich kompakt. Vorteil Bosch: Das ProCORE-Akku-System ist extrem leistungsstark. Nachteil: Teurer in der Anschaffung, und wenn du schon im Makita-System bist, bringt dir ein Bosch-Gerät wenig. Für Bosch-Fans aber eine Top-Alternative.

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DeWalt DCD796

Der DeWalt DCD796 liegt in derselben Liga (54 Nm, bürstenlos, kompakt). DeWalt hat ein breites 18V-System (XR), aber die Akkus sind nicht mit Makita kompatibel. Wenn du neutral bist, schau dir beide an – Preis und Verfügbarkeit entscheiden oft.

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Für wen lohnt sich der Makita DHP486Z – und für wen nicht?

✅ Perfekt für:

  • Makita-Fans & LXT-Nutzer: Wenn du schon 18V-Akkus von Makita hast, ist der DHP486Z ein No-Brainer.
  • Heimwerker mit regelmäßigen Projekten: Terrasse bauen, Carport schrauben, Innenausbau – hier spielt der DHP486Z seine Stärken aus.
  • Handwerker mit Fokus auf Holz/Trockenbau: Kompakt, leicht, präzise – ideal für stundenlange Montagearbeiten.
  • Alle, die Wert auf Langlebigkeit legen: Bürstenloser Motor + Metallgetriebe = Investition für Jahre.

❌ Weniger geeignet für:

  • Betonbohr-Profis: Für häufige, große Bohrungen in Beton brauchst du einen SDS-Bohrhammer (z. B. Makita DHR243).
  • Akku-System-Neulinge ohne Budget: Body-Only heißt: Du musst Akku (ca. 50–100 €) und Ladegerät (ca. 30–80 €) separat kaufen. Für Einsteiger sind Kombi-Sets manchmal günstiger.
  • Gelegenheitsnutzer: Wenn du nur 2×/Jahr ein paar Schrauben drehst, tut’s vielleicht auch ein günstigerer 12V-Akkuschrauber.

Kaufberatung & Tipps – das solltest du wissen

Welcher Akku passt?

Der DHP486Z ist kompatibel mit allen Makita 18V LXT-Akkus (BL1820, BL1830, BL1840, BL1850, BL1860). Für den Alltag empfehlen wir:

  • 3,0 Ah (BL1830B): Leicht, kompakt, reicht für kleinere Projekte.
  • 4,0 oder 5,0 Ah (BL1840B / BL1850B): Guter Kompromiss aus Gewicht und Laufzeit – unsere Top-Empfehlung.
  • 6,0 Ah (BL1860B): Maximale Laufzeit, aber auch spürbar schwerer – nur sinnvoll bei Marathon-Einsätzen.

Zubehör: Was lohnt sich?

  • Bit-Set: Ein solides Bit-Set (PH, PZ, TX) gehört zur Grundausstattung. Makita B-49725 (31-teilig) ist ein guter Start.
  • Bohrer-Set: HSS-Bohrer für Metall, Holzbohrer, Steinbohrer – am besten in einer Box sortiert (z. B. Makita D-47307).
  • Zweit-Akku: Nie ohne! Ein zweiter Akku verhindert Zwangspausen.
  • Gürteltasche/Holster: Wenn du viel auf der Leiter bist oder auf der Baustelle, ist eine Gürteltasche Gold wert.

Wartung & Pflege

Der bürstenlose Motor braucht quasi keine Wartung. Trotzdem:

  • Lüftungsschlitze sauber halten: Staub und Späne regelmäßig ausblasen (Druckluft oder Pinsel).
  • Bohrfutter checken: Gelegentlich ein paar Tropfen Maschinenöl ins Bohrfutter geben, dann ein paar Mal auf- und zudrehen.
  • Akkus richtig lagern: Nicht vollgeladen (50–70 % ideal), trocken, nicht unter 0 °C.

Typische Anfängerfehler

  • Falsche Drehmomentstufe: Schraube überdreht = Material beschädigt. Lieber niedrig anfangen und hochregeln.
  • Schlagbohrfunktion bei Holz: Bringt nichts und schädigt das Material. Schlagfunktion nur für Stein/Beton!
  • Billige Bits verwenden: Billige Bits runden schnell ab und verletzen Schraubenköpfe. Lieber 5 € mehr für Markenqualität ausgeben.

FAQ – die häufigsten Fragen zum Makita DHP486Z

1. Ist der Makita DHP486Z für Beton geeignet?

Ja, aber nur eingeschränkt. Für ein paar Dübellöcher (bis 8 mm) in Ziegel oder leichtem Beton reicht die Schlagfunktion. Für häufige oder größere Bohrungen (ab 10 mm, Stahlbeton) brauchst du einen SDS-Bohrhammer.

2. Welche Akkus passen zum DHP486Z?

Alle Makita 18V LXT-Akkus (BL18xx-Serie). Für den Alltag empfehlen wir 4,0 oder 5,0 Ah – guter Kompromiss aus Gewicht und Laufzeit.

3. Gibt es ein Schnellspannbohrfutter?

Nein, der DHP486Z hat ein klassisches Zahnkranzfutter mit 13 mm Aufnahme. Du brauchst einen Bohrfutterschlüssel zum Wechseln von Bits/Bohrern. Manche Nutzer rüsten auf ein Schnellspannfutter um (z. B. Röhm), das ist aber nicht nötig und kostet extra.

4. Wie lange hält der Akku?

Mit einem 5,0-Ah-Akku schaffst du locker 300+ Holzbauschrauben (5×60 mm) oder 50+ Bohrungen (8 mm Holz). Bei intensiver Nutzung (z. B. Terrassenbau) empfehlen wir einen Zweitakku.

5. Ist der DHP486Z leiser als Modelle mit Kohlebürsten?

Ja, bürstenlose Motoren sind tendenziell etwas leiser und laufen ruhiger. Der Unterschied ist nicht riesig, aber spürbar – vor allem bei längeren Arbeiten angenehmer.

6. Kann ich den DHP486Z auch einhändig bedienen?

Für leichte Schraubarbeiten (z. B. Möbelmontage) geht das problemlos – die kompakte Bauweise und das geringe Gewicht machen’s möglich. Beim Bohren in harte Materialien solltest du aber immer beide Hände benutzen, um die Kontrolle zu behalten.

Fazit: Solider Allrounder für Makita-Fans und ambitionierte Heimwerker

Der Makita DHP486Z ist kein Wundergerät, das alle anderen Werkzeuge ersetzt – aber genau das will er auch nicht sein. Er ist ein kompakter, effizienter, langlebiger Schlagbohrschrauber, der im Alltag überzeugt: schnell, präzise, komfortabel. Der bürstenlose Motor und das Metallgetriebe machen ihn zu einer Investition, die Jahre hält. Die Schlagfunktion ist ein nettes Extra für gelegentliche Dübellöcher, ersetzt aber keinen echten Bohrhammer.

Unsere Empfehlung: Wenn du schon im Makita 18V-System bist oder ohnehin eins aufbauen willst, greif zu. Die Body-Only-Variante ist preislich attraktiv, und die Flexibilität durch austauschbare Akkus ist Gold wert. Für Einsteiger ohne Akkus lohnt sich ein Blick auf Kombi-Sets (z. B. mit 2× 4,0-Ah-Akkus und Ladegerät) – oft günstiger als Einzelkauf.

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