
Wer regelmäßig Holz zusägen muss und dabei auf präzise, gerade Schnitte angewiesen ist, kommt um eine Tischkreissäge kaum herum. Die Einhell TC-TS 2025/2 U ist seit Jahren ein Dauerbrenner unter Hobby-Handwerkern – und das aus gutem Grund. Sie kombiniert solide Leistung mit durchdachten Features zu einem fairen Preis. Aber hält sie auch im Praxistest, was sie verspricht?
Kurzfazit auf einen Blick
- Leistung: 2.000 Watt Motor – ausreichend Power für die meisten Heimwerker-Projekte
- Schnitttiefe: Bis 85 mm bei 90° – ideal für Standard-Holzwerkstoffe
- Arbeitsfläche: Große Tischverbreiterungen links und rechts – praktisch für größere Werkstücke
- Sicherheit: Spaltkeil, Schiebestock und Schutzhaube inklusive
- Flexibilität: Höhenverstellbares Sägeblatt + stufenlos neigbar bis 45°
- Anschlag: Parallelanschlag mit beidseitiger Klemmung – sauber verarbeitet
- Mobilität: Praktische Rollen am Untergestell – schnell verschoben
- Preis-Leistung: Starkes Gesamtpaket für Einsteiger und ambitionierte Hobby-Heimwerker
Was ist die Einhell TC-TS 2025/2 U und wofür ist sie gedacht?
Die TC-TS 2025/2 U ist eine stationäre Tischkreissäge für den ambitionierten Heimwerker-Bereich. Mit ihrem 2.000-Watt-Motor schneidet sie mühelos durch Massivholz, Spanplatten, MDF und andere gängige Holzwerkstoffe. Das „U“ im Namen steht für das praktische Untergestell mit Rollen – ein echter Komfortgewinn, wenn man die Säge öfter mal in der Werkstatt verschieben muss.
Gedacht ist die Säge primär für:
- Möbelbau und Innenausbau (Regale, Schränke, Wandverkleidungen)
- Brennholz-Zuschnitt in handlichen Dimensionen
- Präzise Längs- und Querschnitte bei Renovierungsprojekten
- Gehrungsschnitte für Rahmen und Leisten (bis 45°)
Für den gelegentlichen Heimwerker, der zwei- bis dreimal im Jahr ein größeres Projekt angeht, ist sie eventuell überdimensioniert. Wer aber regelmäßig sägt und Wert auf Wiederholgenauigkeit legt, findet hier einen zuverlässigen Partner.
Die wichtigsten Funktionen & Highlights
Leistungsstarker 2.000-Watt-Motor
Das Herzstück der Einhell TC-TS 2025/2 U ist ihr bürstenloser Induktionsmotor mit 2.000 Watt Leistungsaufnahme. Im Test zeigt sich: Selbst bei dickem Hartholz bleibt die Drehzahl stabil, der Motor läuft ruhig und ohne nerviges Hochheulen. Die Leerlaufdrehzahl liegt bei 5.000 U/min – ein guter Mittelwert für saubere Schnittkanten ohne unnötiges Ausreißen der Holzfasern.
Großzügige Arbeitsfläche mit Verbreiterungen
Der Grundtisch misst 640 x 487 mm – schon ordentlich. Dazu kommen aber noch seitliche und hintere Verbreiterungen, die sich bei Bedarf ausziehen lassen. Das maximale Arbeitsmaß beträgt dann satte 640 x 940 mm. Gerade bei großen Platten (z. B. Spanplatten für Schrankrückwände) macht sich das bezahlt: Das Werkstück liegt satt auf, kippt nicht und lässt sich sicher führen.
Höhen- und neigungsverstellbares Sägeblatt
Per Handrad lässt sich das 250-mm-Hartmetall-Sägeblatt (enthalten) stufenlos in der Höhe verstellen – Schnitttiefe bei 90°: max. 85 mm. Für Gehrungsschnitte kann das Blatt bis 45° geneigt werden, dann sind noch 65 mm Schnitttiefe drin. Die Verstellung läuft sauber und rastet spürbar ein. Ein großer Pluspunkt: Die Skala ist gut ablesbar und stimmt auch nach mehrmaligem Verstellen noch.
Präziser Parallelanschlag mit beidseitiger Klemmung
Der mitgelieferte Parallelanschlag wird beidseitig (vorne und hinten) am Tisch fixiert – das verhindert ein Verziehen oder Verkanten während des Schnitts. Im Test achten wir besonders auf die Wiederholgenauigkeit: Nach zehn identischen Schnitten lagen die Abweichungen im Bereich von unter 0,5 mm – für Heimwerker-Verhältnisse top. Der Anschlag lässt sich zudem schnell und werkzeuglos verschieben.
Sicherheitsausstattung auf gutem Niveau
Einhell liefert die Säge mit einem stabilen Spaltkeil (verhindert Rückschlag), einer durchsichtigen Schutzhaube und einem Schiebestock aus. Die Schutzhaube lässt sich bei Bedarf abnehmen (z. B. für Nutschnitte), sollte aber bei Standardschnitten immer drauf bleiben. Ein Sicherheitsschalter verhindert unbeabsichtigtes Einschalten – besonders wichtig, wenn Kinder in der Nähe sind.
Praktisches Untergestell mit Rollen
Das pulverbeschichtete Stahlgestell sorgt für Standfestigkeit (Gesamtgewicht ca. 26 kg). An der Vorderseite sind zwei Lenkrollen montiert, hinten zwei Standfüße. So lässt sich die Säge bequem kippen und verschieben – etwa vom Lagerplatz an die Werkbank. Nach dem Absetzen steht sie absolut wackelfrei.
So läuft’s im Test – unsere Praxiskriterien
Im Test achten wir vor allem auf Alltagstauglichkeit und Präzision – nicht auf Labormessungen, sondern auf echte Heimwerker-Szenarien.
Schnittqualität: Wir sägen Fichte, Eiche und 19-mm-Multiplex. Ergebnis: Bei moderatem Vorschub sind die Schnittkanten sauber und nahezu splitterfrei. Wer zu schnell schiebt, riskiert leichtes Ausreißen an der Unterseite – aber das ist bei allen Tischkreissägen so. Mit einem hochwertigen HM-Sägeblatt mit mehr Zähnen lässt sich die Qualität nochmals steigern.
Lautstärke: Mit rund 95 dB(A) (geschätzt, keine Labormessung) ist die Säge im typischen Bereich für Tischkreissägen. Gehörschutz ist Pflicht – aber das versteht sich von selbst.
Staubabsaugung: Der 100-mm-Absauganschluss passt zu gängigen Werkstattsaugern. Im Test mit einem Einhell Nass-Trockensauger werden etwa 70–80 % des Sägemehls aufgefangen – der Rest landet am Boden. Ohne Absaugung wird’s schnell staubig.
Montage & Einrichtung: Die Säge kommt teilmontiert. Untergestell anschrauben, Tischverbreiterungen montieren, Parallelanschlag einhängen – dauert etwa 30–45 Minuten. Die Anleitung ist bebildert und verständlich. Einzig das Justieren des Sägeblatts auf exakt 90° (mit einer Wasserwaage oder Winkelmesser) kostet etwas Zeit – aber das muss man bei jeder Tischkreissäge einmalig machen.
Langzeiteindruck: Laut Hersteller ist die Säge für den „semi-professionellen“ Einsatz konzipiert. In der Praxis zählen Heimwerker-Foren und Kundenrezensionen: Viele Nutzer berichten von mehrjähriger, problemloser Nutzung – solange man das Sägeblatt regelmäßig reinigt, den Tisch pflegt und bewegliche Teile ölt.
Pro & Contra im Überblick
| Pro | Contra |
|---|---|
| Starker 2.000-W-Motor für die meisten Heimwerker-Aufgaben | Für sehr dickes Hartholz (>70 mm) stößt sie an Grenzen |
| Großzügige Arbeitsfläche mit ausziehbaren Verbreiterungen | Ohne Absaugung enorme Staubentwicklung |
| Präziser, beidseitig fixierter Parallelanschlag | Winkelanschlag nur als Zubehör erhältlich (nicht im Lieferumfang) |
| Untergestell mit Rollen – mobil und standfest zugleich | Mit ca. 26 kg nicht gerade leicht (aber für Tischkreissägen normal) |
| Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Sägeblatt-Wechsel erfordert etwas Übung (Inbusschlüssel nötig) |
| Umfangreiche Sicherheitsausstattung ab Werk | Tischoberfläche könnte bei Premium-Modellen glatter sein |
Vergleich & Alternativen – wann lohnt sich was?
Alternative 1: Bosch GTS 635-216 Professional
Die Bosch GTS 635-216 spielt in einer ähnlichen Liga, kostet aber merklich mehr. Dafür bekommst du einen etwas kompakteren Tisch (ideal für kleine Werkstätten), ein hochwertiges Sägeblatt ab Werk und eine minimal bessere Verarbeitung. Vorteil Bosch: Die Ersatzteilversorgung ist exzellent, auch nach Jahren. Nachteil: Kein Untergestell inklusive, das kostet extra. Für Profis oder Semi-Profis mit kleinerem Platzangebot eine Überlegung wert – für Heimwerker, die Wert auf Preis-Leistung legen, eher überdimensioniert.
Alternative 2: Scheppach HS100S
Die Scheppach HS100S liegt preislich knapp unter der Einhell, bietet aber auch „nur“ 2.000 Watt und eine etwas kleinere Tischfläche. Der Parallelanschlag ist solide, das Untergestell stabil – aber die Verarbeitung wirkt insgesamt eine Spur einfacher. Für Gelegenheitsnutzer, die hauptsächlich Brennholz zusägen, eine Option. Für regelmäßige Möbelbau-Projekte würden wir zur Einhell greifen.
Wann zur Einhell TC-TS 2025/2 U greifen?
- Du sägst regelmäßig (mindestens einmal im Monat) und brauchst präzise, wiederholbare Schnitte.
- Du arbeitest hauptsächlich mit Standard-Holzwerkstoffen bis 85 mm Stärke.
- Du schätzt eine große Arbeitsfläche und brauchst Mobilität in der Werkstatt.
- Du suchst ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ohne Kompromisse bei der Sicherheit.
Für wen lohnt es sich – und für wen nicht?
Perfekt für:
- Ambitionierte Heimwerker, die regelmäßig Möbel bauen oder Renovierungsprojekte stemmen
- Hobby-Schreiner, die Wert auf Präzision legen, aber nicht den Profi-Preis zahlen wollen
- Nutzer, die eine kompakte Werkstatt haben und die Säge öfter verschieben müssen
Weniger geeignet für:
- Gelegenheitsnutzer, die nur zwei- bis dreimal im Jahr sägen (da reicht eventuell eine günstigere Handkreissäge mit Führungsschiene)
- Profis im Dauerbetrieb (hier lohnen sich Investitionen in robustere Maschinen mit Formatschlitten)
- Nutzer ohne Absaugmöglichkeit in geschlossenen Räumen (Staubentwicklung!)
Kaufberatung & Tipps – das solltest du wissen
Sägeblatt-Auswahl: Nicht am falschen Ende sparen
Das mitgelieferte Hartmetall-Sägeblatt (meist 24 Zähne) ist okay für grobe Zuschnitte. Für feinere Arbeiten lohnt sich ein Feinschnitt-Sägeblatt mit 48 oder 60 Zähnen. Kostet 20–40 Euro extra, macht aber den Unterschied zwischen „geht so“ und „wow“ bei der Schnittqualität.
Absaugung ist Pflicht – nicht optional
Ohne Absaugung ist die Staubentwicklung enorm. Ein Werkstattsauger mit mindestens 1.400 Watt und passendem Adapter (meist im Lieferumfang des Saugers) ist unerlässlich. Achte auf einen Sauger mit Filterreinigung – Holzstaub setzt Filter schnell zu.
Zubehör, das sich lohnt
- Winkelanschlag: Für Querschnitte und Gehrungen – oft separat erhältlich, aber gold wert
- Schiebeschlitten: Erhöht die Präzision bei Querschnitten nochmals deutlich
- Unterlegkeile: Wenn du schräge Schnitte häufiger machst, erleichtern sie das exakte Einstellen
Wartung & Pflege
- Sägeblatt regelmäßig reinigen: Harzablagerungen mit speziellem Reiniger entfernen (gibt’s als Spray)
- Tischoberfläche pflegen: Nach jedem Gebrauch absaugen, gelegentlich mit Möbelpolitur einreiben (erleichtert das Gleiten)
- Spaltkeil kontrollieren: Sollte immer parallel zum Sägeblatt stehen – sonst Rückschlaggefahr
- Lager ölen: Einmal jährlich die beweglichen Teile (Handräder, Klemmmechanismen) mit etwas Maschinenöl behandeln
Typische Anfängerfehler vermeiden
- Zu schneller Vorschub: Lieber langsam und sauber als schnell und unsauber
- Werkstück nicht andrücken: Immer mit leichtem Druck gegen den Anschlag führen
- Schutzhaube entfernen und vergessen: Nur für spezielle Schnitte abnehmen, danach sofort wieder montieren
- Ohne Gehörschutz arbeiten: 95 dB(A) schädigen das Gehör – immer Schutz tragen
Bedienungsanleitung / Handbuch runterladen
Die offizielle Bedienungsanleitung zur Einhell TC-TS 2025/2 U findest du direkt beim Hersteller auf der Einhell-Website (Produktsuche → Downloads) oder auf Plattformen wie ManualsLib.de. Die Anleitung enthält wichtige Sicherheitshinweise, Montageschritte, Einstelltipps und eine Explosionszeichnung für Ersatzteile.
Tipp: Lade die PDF herunter und speichere sie auf deinem Smartphone – so hast du sie in der Werkstatt immer griffbereit, falls du etwas nachschlagen musst.
FAQ – die häufigsten Fragen
1. Welche Sägeblattgröße passt zur TC-TS 2025/2 U?
Standard ist 250 mm Außendurchmesser mit 30 mm Bohrung. Achte beim Kauf von Ersatzblättern auf diese Maße – sonst passt’s nicht.
2. Kann ich damit auch Aluminium oder Kunststoff sägen?
Theoretisch ja, praktisch nur bedingt. Für Aluminium brauchst du ein spezielles Sägeblatt (Negativ-Zahnstellung) und musst die Drehzahl reduzieren – das geht bei dieser Säge nicht. Für gelegentliche Kunststoff-Schnitte (z. B. dünne Acrylplatten) reicht’s mit dem Standard-Blatt.
3. Wie laut ist die Säge wirklich?
Im Leerlauf etwa 85–90 dB(A), unter Last eher 95–100 dB(A). Gehörschutz ist absolut Pflicht – das gilt aber für alle Tischkreissägen in dieser Klasse.
4. Brauche ich zwingend das Untergestell, oder geht’s auch ohne?
Das „U“ im Modellnamen steht für Untergestell – ohne wäre es die TC-TS 2025/2. Das Gestell ist fest montiert und lässt sich nicht sinnvoll entfernen. Wenn du die Säge stationär auf eine Werkbank schrauben willst, kauf lieber direkt die Variante ohne Gestell (falls noch verfügbar).
5. Passt ein Dado-Blatt (Nutfräser) auf die Säge?
Nein. Die Motorwelle ist nicht lang genug, und die Schutzhaube lässt sich nicht entsprechend anpassen. Für Nuten brauchst du entweder eine Oberfräse oder eine spezielle Nutfräsmaschine.
6. Wie oft muss ich das Sägeblatt wechseln?
Das hängt von der Nutzung ab. Bei gelegentlicher Heimwerker-Nutzung hält ein gutes HM-Blatt locker 2–3 Jahre. Wenn die Schnitte unsauber werden oder der Motor stärker belastet wird, ist’s Zeit für einen Wechsel – oder zumindest fürs Nachschärfen (beim Fachbetrieb ca. 10–15 Euro).
Fazit – solide Tischkreissäge mit Top-Preis-Leistung
Die Einhell TC-TS 2025/2 U ist genau das, was ambitionierte Heimwerker brauchen: eine durchdachte, präzise und leistungsstarke Tischkreissäge ohne unnötigen Schnickschnack. Der 2.000-Watt-Motor schafft alle gängigen Holzwerkstoffe, die große Arbeitsfläche erleichtert das Handling großer Platten, und das Untergestell mit Rollen macht die Säge angenehm mobil.
Im Test überzeugt vor allem die Wiederholgenauigkeit des Parallelanschlags – wer einmal justiert hat, kann sich auf präzise Schnitte verlassen. Die Sicherheitsausstattung ist auf gutem Niveau, und die Verarbeitung stimmt für diese Preisklasse absolut. Einziges Manko: Ohne Absaugung wird’s staubig, und ein hochwertiges Ersatz-Sägeblatt sollte man direkt einplanen.
Unterm Strich: Wer regelmäßig sägt und Wert auf Präzision legt, macht mit der Einhell TC-TS 2025/2 U nichts falsch. Gelegenheitsnutzer könnten mit einer Handkreissäge günstiger fahren – aber wer einmal die Vorzüge einer Tischkreissäge erlebt hat, will sie nicht mehr missen.
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